Tiefe Traurigkeit über die Unzulänglichkeit der Welt, No.1-3, 2023, 2026
Raumcollage/Performance | Papier, Video, Emaille, Collagen
Der Klang der Trauer. Klage, Wehklagen, Weinen, sich mit klagen und beklagen beschäftigen: Weinen und Klage als transformative Praxis erforschen. Weinen als körperliches Grenzphänomen: Geräusche, Klang und Tränen, Inneres nach außen – etwa ein leises, oft überlagertes inneres Wimmern hörbar zu machen und es durch gemeinsame Bewegung in eine Erfahrung von Verbundenheit überführen.
Carlotta von Haebler untersucht mit ihrer Performance „Tiefe Traurigkeit über die Unzulänglichkeit der Welt, No.3“ den Akt des Weinens und der Klage als transformative Praxis: Wie klingt Trauer und Verletzlichkeit und wie lassen sich diese als ein kollektives Gefühl begreifen und in einen geteilten Raum der Verbundenheit transformieren. Die übergroßen Papiertaschentücher aus der Performance bleiben als verlassene Klangkörper im Raum zurück. Die gleichnamige Zeichnung an der Wand knüpft daran an und entsteht nach der Performance im Raum – eine Auseinandersetzung damit, wie sich dieser Klang transkribieren lässt.
Collage/Performance nehmen Grenzen des Raumes auf, überschreiten sie. Übergroße Papiertaschentücher aus Seidenpapier erbeben durch die Performenden und erzeugen einen Klang des Weinens. Durch Tanzen transformieren sie das Klagen in Verbundenheit. Der Blick nach Draußen durch das Tränenschleierfenster spiegelt sich ins Innere zurück. Umgeleitete Tränenflüssigkeit sammelt sich in einer Emailleschale.
